| Distillerie: |
Ardbeg |
| Land: |
Schottland |
| Region: |
Islay |
| Distrikt: |
South Shore |
| Alter: |
16-jährig |
| Jahrgang: |
1990 |
| Abfülljahr: |
2006 |
| Vol%: |
46.0 |
| Abfüller: |
Original |
Verehrt von Kennern als wahrhaft aussergewöhnlicher Whisky, der auch seit Hunderten von Jahren nichts von seiner authentischen Eigentümlichkeit verloren hat, nimmt Ardbeg Single Islay Malt anerkanntermassen eine herausragende Stellung unter allen Islay Malts ein als besonders delikat und zugleich äusserst komplex. Mit seinen dominanten, dennoch ausblancierten Torfnoten, der verhaltenen Süsse fein gemälzter Gerste und der Weichheit des reinen Wassers aus eigener Quelle gilt er unter Experten als grosser Charakter unter den bekanntesten Whisky-Persönlichkeiten. Alle Ardbeg-Qualitäten sind nicht kaltgefiltert, um den maximalen Geschmack herauszuarbeiten. Seine Besonderheit liegt in der Ausgewogenheit: auch wenn alle Islay Malts sehr speziell sind, so vereint nur Ardbeg auf eine so kompromisslose Art eine Harmonie, die ihm die vielgerühmte Alleinstellung unter allen Islay Malts sichert. Ein Muss für jeden Malt-Liebhaber!
Nase: Der erste Eindruck ist, als ob man Ardbeg-Eis am Strand essen würde: die Kombination von Meeresgischt und cremigem Vanilleeis, durchdrungen von einem Hauch von torfigem öl, das in sämiger Fudgesauce endet. Nach dieser köstlichen Süsse gelangt man zu einem Potpourri aus Fenchel und Pinienkernen, Limettenschale und Limonensorbet mit einer Duftnuance von Geranienblättern und Lavendel. Der Zusatz von Wasser intensiviert die Heidekraut ähnliche Rauchigkeit und die später aufkommenden torfigen ölnoten - den stärksten Eindruck allerdings hinterlassen die wunderbaren Aromen, die an Obstsalat erinnern: man denkt an reifes, fruchtiges Sommerobst wie Kiwi, Melone und Erdbeere kombiniert mit der leichten Herbheit schwarzer Johannisbeeren und Pflaumenschalen. Schliesslich entfaltet sich das Aroma von Rosinenschokolade umhüllt von Noten sanft rauchigen Erica-Krauts und süssem Torfs.
Gaumen: Typischer Ardbeg-Geschmack nach Torf, Seetang und Lagerfeuer. Aromen von knusprigem, geräuchertem Speck, Ahornsirup und desinfizierenden Hustenbonbons hinterlassen ein scharfes und öliges Gaumengefühl. Süsse und fruchtige Noten von reifen Herbstfrüchten und Schokoladen-Limes entpuppen sich ebenso wie der Geschmack von schwarzem Kaffee und Lakritze. Im Hintergrund erahnt man eine Spur von kandierten Veilchen.
Abgang: Er ist lang im Abgang mit getrocknetem Torf und cremigen Noten.