| Distillerie: |
Ardbeg |
| Land: |
Schottland |
| Region: |
Islay |
| Distrikt: |
South Shore |
| Vol%: |
56.2 |
| Abfüller: |
Original |
Momentan nicht erhältlich |
Fassstärke |
unchilled filtered
Der Zweite aus der Trilogie - nach dem Very Young (2004) nun die nächste Abfüllung Still Young (2006).
Wie die meisten torfigen Whiskies wird auch der Ardbeg auf der Insel Islay produziert. Islay blickt auf eine über 1000 jährige Geschichte zurück. Im Laufe der Jahrhunderte war die Insel von den Kelten, Pikten, Galliern und Wikingern besetzt. Die zahlreichen Ruinen zeugen von der turbulenten Vergangenheit. Es waren die Kelten, welche die heute zu Schottland gehörende Insel am stärksten geprägt haben. So befindet sich das aus dem 8. Jahrhundert stammende Kildalton-Kreuz, eines der ältesten und kostbarsten Zeugnisse keltischer Kunst in der Gegend der Brennerei Ardbeg. Die 1815 gegründete Destillerie Ardbeg ist eine der ältesten der Inseln.
Verehrt von Kennern als wahrhaft aussergewöhnlicher Whisky, der auch seit Hunderten von Jahren nichts von seiner authentischen Eigentümlichkeit verloren hat, nimmt Ardbeg Single Islay Malt anerkanntermassen eine herausragende Stellung unter allen Islay Malts ein als besonders delikat und zugleich äusserst komplex. Mit seinen dominanten, dennoch ausblancierten Torfnoten, der verhaltenen Süsse fein gemälzter Gerste und der Weichheit des reinen Wassers aus eigener Quelle gilt er unter Experten als grosser Charakter unter den bekanntesten Whisky-Persönlichkeiten. Alle Ardbeg-Qualitäten sind nicht kaltgefiltert, um den maximalen Geschmack herauszuarbeiten. Seine Besonderheit liegt in der Ausgewogenheit: auch wenn alle Islay Malts sehr speziell sind, so vereint nur Ardbeg auf eine so kompromisslose Art eine Harmonie, die ihm die vielgerühmte Alleinstellung unter allen Islay Malts sichert – ein Muss für jeden Malt-Liebhaber.
Farbe: Blassgolden.
Nase: Aus den anfänglich scharfen Aromen von rauchigem Holz, Torf und Teer treten Birnen- und Pfirsicharomen hervor. Jodaromen folgen aus dem rauchigen Geschmack bis die Süsse von Bonbons, Karamel, Lakritze und Feigen dominiert. Zarte Noten von Kräutern liegen im Hintergrund. Durch die Zugabe von Wasser entfalten sich würzige Torfnoten und man spürt die leicht salzigen Meeresaromen. Der intensive Rauch verleiht dem Karamelgeschmack verbrannte Züge ehe es eine wahre Explosion von Fruchtaromen gibt, eine Kombination aus herben Orangen und Limetten gemildert durch reife Bananen und Birnen.
Gaumen: Kraftvoll und rauchig und doch seidig sanft verweilen die torfigen öle zart am Gaumen. Während die erdigen Rauchnoten verblassen treten die süssen Fruchtaromen, die schon im Buket zu erahnen sind, hervor. Granatapfel, reife Honigmelone und würzige Zitrusnoten. Später finden sich die Aromen des Buketts im Geschmack wieder durch Aromen wie Melasse, Karamel, Zimt und Spuren von Vanille, Kakao und schwarzem Kaffee.
Abgang: Lang mit verweilenden Raucharomen und cremigen Noten von dunkler Schokolade.