| Distillerie: |
Caol Ila |
| Land: |
Schottland |
| Region: |
Islay |
| Distrikt: |
North Shore |
| Alter: |
18-jährig |
| Vol%: |
43.0 |
| Abfüller: |
Diageo |
Die Destillerie wurde im Jahre 1846 von Hector Henderson, der auch Littlemill mit aufbaute, in einer Bucht an der Ostküste von Islay, etwas nördlich von Port Askaig direkt am Islay-Sund gegründet. (Direkt am nördlichen Ende der heutigen Strasse A 846). Keine fünf Kilometer nördlich findet sich Bunnahabhain. Das Wasser für die Herstellung stammt aus dem Loch nam Ban (Torrabolls Loch). 1854 übernahm Norman Buchanan, der damalige Betreiber der Isle of Jura Destillerie, die Brennerei. 1863 fiel Caol Ila an Bulloch, Lade & Co., die die Brennerei 1879 ausbauten und renovierten. 1920 ging Caol Ila dann an Robertson & Baxter. 1927 schliesslich landete die Destille bei der Distillers Company Limited (DCL). Die operative Führung delegierte DCL 1930 dann an ihre Tochter Scotish Malt Distillers (SMD) die sie bis 1937 stilllegten. Nach nur vier Jahren Produktion folgte 1941 die nächste Ruhepause, sie ging bis 1945. Von April 1972 bis Januar 1974 wurde die Brennerei grundlegent renoviert, während dieser Zeit wurde nicht produziert. Die Anzahl der Brennblasen wurde nun von zwei auf sechs erweitert. Die Eignerin DCL wurde ab 1987 zu United Distillers (UD), später dann zu Diageo. Die Tochter SMD heisst heute United Malt and Grain Distillers (UMGD) und hält die Lizenz, die bis 1992 noch bei Bulloch, Lade & Co. lag. Die Originalabfüllungen des Single Malts sind seit 1988 wieder erhältlich.
Ein wunderbar ausbalancierter Islay Malt aus der immer beliebteren Destillerie. Wenn Sie Caol Ila bisher noch nicht für sich entdeckt haben, wird Ihnen dieser verborgene Schatz zeigen, warum er zunehmend nachgefragt wird. Er ist von blassgelber Farbe und wird mit 43% abgefüllt. Sein Duft ist fruchtig und appetitanregend und ganz leicht rauchig. Bei Hinzufügen von Wasser entwickeln sich Mandelöldüfte. Der erste Gaumeneindruck ist sanfter als bei den anderen, mit einer angenehmen, leicht rauchigen Note. Nach den Worten von Charles MacLean "Eine komplexe Ausgewogenheit zwischen weich und rauchig".
Farbe: Goldgelb.
Nase: Cremiger Auftakt mit dezenter Vanille- und Rauchnote. Man denkt auch an getrocknete Orangen- und Zitronenschalen, wobei auch blumige Nuancen auftauchen.
Gaumen: Deutlich kräftiger und komplexer als der 12-jährige. Aromatisch erinnert er an Zedernholz, geröstete Mandeln und Rauch. Er besitzt zudem eine spannende Struktur und Tiefe.
Abgang: Langes, warmes Finale mit einer dezenten Rauchnote. Ein Malt, der seine Röstaromen zeigt.