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» Glossar / Tequila, Sotol und Mezcal
Definition Tequila, Sotol und Mezcal
Der Ursprungs des Tequilas liegt in den Wurzeln der Azteken, die ein
Getränke aus den Agaven herstellten, lange bevor die Spanier, in einer
Stadt mit dem Namen Tequila, ankamen. Eine Stadt die im Schatten eines
erloschenen Vulkans, dem Tequila, lag, in einem Land das Techinchan
genannt wurde. Als die Spanischen Konquestatores Tequila im April 1530
erreichten, waren ihre Vorräte an Brandy und sonstigen alkoholischen
Getränke beinahe erschöpft. Alsbald begannen sie Agavensaft zu
fermentieren. Trotzdem wurde die erste Tequila-Brennerei erst nach über
70 Jahren anfangs 1600 von Don Perdo Sanchez de Tagle, dem Marquis de
Altamira gegründet. Er begann Agaven zu kultivieren und Tequila zu
destillieren. Der Name Tequila stammte aus dem Wortschatz der
einheimischen Nahuatl Indianer und bedeutet Vulkan. Heute wird Tequila
ausschliesslich aus der blauen Weber-Agave hergestellt und darf nur in
Mexico in fünf dafür ausgewiesenen Regionen (Guanajuato, Jalisco,
Michoacán, Nayarit, Tamaulipas) produziert werden. Alle anderen
Agave-Destillate heissen Mezcal. Die balue Agave Tequilana Weber, wie
auch alle anderen Agaven, gehören zu der Familie der Amaryllis und sind
nicht mit Kakteen zu verwechseln. Tequila ist also folglich kein
Kakteen- sondern ein Agaven-Schnaps. Die blaue Weber-Agave benötigt
eine Wachstumszeit von 8-10 Jahren, bis sie geerntet werden kann und
kann bis zu 100 Kilo schwer werden. Tequila wird zweimal gebrannt.
Normalerweise im Alambic-Verfahren oder aber auch in kontinuierlichen
Brennapparaten. Von Gesetzeswegen darf der Tequila nicht über 55% Vol
gebrannt werden. Nach der Destillation wird der Tequila entweder direkt
abgefüllt (Mindestalkoholgehalt 38%) oder gelagert. Die mexikanische
Regierung und die Hersteller bilden zusammen das CRT (Consejo Regulador
del Tequila), das über Herstellung, Lagerung und Export des Tequilas
wacht. Das CRT bestimmt, dass ein Tequila, der auf dem Etikett den
Vermerk "100% Agave" trägt, ausschließlich aus dem destillierten Saft
der blauen Agave Tequilana Weber besteht. Es darf kein anderer Alkohol
hinzugefügt werden. 100% Agave Tequila muss in Mexiko abgefüllt werden
und kommt ausschliesslich nur in versiegelten Flaschen in den Export.
Dies sind die absoluten Premium-Tequilas, welche unbedingt pur genossen
werden sollten. Laut internationalem Gesetz darf als Tequila gelten,
was zu 51% aus blauer Agave Tequilana Weber destilliert wurde. Die
restlichen 49% können von jedem beliebigen Alkohol stammen. Diese
sogenannten "Mixtos" werden meisten zur Herstellung von Cocktails
verwendet. Ausserdem hat ein Tequila niemals einen Wurm in der Flasche.
Der Wurm ist nur im Mezcal zu finden. Heute ist der Wurm nur noch ein
Marketing-Gag, früher hatte er doch seine Berechtigung. War der
Alkoholgehalt des Mezcal hoch genug wurde der Wurm konserviert, wenn
nicht zersetzte er sich (Qualitätskontrolle).
Kategorien Tequila wird in vier Kategorien eingeteilt (nach Consejo Regulador del Tequila A.C.). Für den Export werden englische, innerhalb Mexikos spanische Bezeichnungen benutzt: Silver; blanco: Klarer, transparenter Tequila. Nach der Destillation unmittelbar in Flaschen abgefüllt. Gold; joven oder oro: Wie Silver-Tequila, nur wird dieser eingefärbt. Dies geschieht entweder mit Zuckersirup, Eichenholz-Zusätzen oder Karamell. Aged; reposado: Tequila, der mindestens zwei Monate in Eichenholz-Behältern geruht hat. Extra-aged; añejo: Tequila, der mindestens ein Jahr in Eichenholz-Behältern lagert. Die Behälter dürfen eine Grösse von 600 Litern nicht übersteigen. Der Alkoholgehalt muss mit Wasser reguliert werden.
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