| Distillerie: |
Talisker |
| Land: |
Schottland |
| Region: |
Highlands |
| Distrikt: |
Island Skye |
| Alter: |
18-jährig |
| Vol%: |
45.8 |
| Abfüller: |
Diageo |
Die Talisker Distillery wurde 1830 von den Gebrüdern MacAskill in dem Ort Carbost am Ufer des Loch Harport gegründet. Nach dem Tod der Brüder übernahm Donald MacLennan die Destillerie, doch da dieser kein guter Geschäftsmann war, ging er nach wenigen Monaten bankrott. J.R.W. Anderson übernahm die Destillerie, doch ihn ereilte das gleiche Schicksal. 1880 wurde er wegen Betruges eingesperrt. Er hatte noch lagernden Whisky verkauft, der gar nicht vorhanden war. Dem Ruf des Talisker selbst fügte dies alles jedoch keinen Schaden zu. So nannte Robert Louis Stevenson den Talisker in einem Gedicht the king o` drinks. Die Talisker Destillerie Die nächsten Besitzer hatten mehr Glück. Alexander Grigor Allan, Finanzverwalter aus Morayshire und Roderick Kemp, Wein- und Spirituosenhändler aus Aberdeen, bauten die Destillerie wieder auf, bis sie ein Produktionsvolumen von 40.000 Gallonen pro Jahr aufwies. 1892 wurde Allan der alleinige Besitzer. Nach seinem Tod gründeten die Verwalter die Talisker Distillery Co LTD, welche wenig später mit der Dailuaine Distillery zur Dailuaine-Talisker Distilleries LTD fusionierte. 1900 wurde die Destillerie um einen Pier erweitert, der es Schiffen ermöglichte, bei jedem Wasserstand anzulegen. Ferner wurden eine kleine Straßenbahn, welche die Produktionsstätten verband, und Häuser für die Angestellten errichtet. 1916 übernahm nach dem Tod von Manager Thomas MacKenzie ein Konsortium, dem auch John Walker & Sons angehörte, die Mehrheit der Aktien. Aus diesem Konsortium entstand 1925 die D.C.L. (Distillers Company Ltd.). 1928 stellte die Brennerei den Herstellungsprozess vom dreimaligen Brennen auf das noch heute verwendete zweimalige Brennen um. Im November 1960 wurde die Produktionsstätte durch ein Feuer zerstört. Durch Unachtsamkeit wurde eines der Ventile an spirit still Nummer 1 offen gelassen, bevor der Brennvorgang begann. Da die stills damals noch mit Kohle beheizt wurden, entzündete sich das überlaufende Destillat und setzte das Gebäude in Brand. 1962 wurde die Destillerie exakt nach dem Original wieder aufgebaut, um den ursprünglichen Geschmack des Whiskys beizubehalten. Bis 1972 verfügte die Destillerie noch über eine eigene Mälzerei, seitdem bezieht sie wie die meisten schottischen Brennereien das Malz von externen Produzenten (unter anderem der Mälzerei von Glen Ord). Heute gehört die Destillerie zu United Distillers & Vinters LTD, welche seit 2002 zu Diageo gehört. Da sich die Isle of Skye großer Beliebtheit bei Touristen erfreut, hat sich auch die Talisker Destillerie auf den Fremdenverkehr eingestellt und bietet Führungen sowie Whiskyproben an.
Charlie Smith, der Direktor der Destillerie, beschreibt ihn so: "Welche Überraschung, als ich ihn zum ersten Mal degustierte: Ein für einen Talisker intensiv fruchtiger Duft mit Anklängen an Pflaume und Orangenschale, sehr viel süsser und voller als erwartet. Und dann im Mund kein Zweifel mehr; intensiv, Seeluftaroma und rauchig, mit dieser pfeffrigen Note". Die längere Reifung in Fässern aus europäischem und amerikanischem Eichenholz hat jedoch den kraftvollen Charakter des Talisker gemildert.
Farbe: Bernsteinfarben.
Nase: Reich und fruchtig: Victoria-Pflaumen, gelbe Pflaumen, vielleicht getrocknete Orangenschale, mit etwas Butter- oder Rumkaramell und einem rauchigen Hintergrund. Die rauchigen Aromen treten bald in den Vordergrund und die Karamellnote wird durch ein leichtes Pfefferminzaroma ergänzt.
Gaumen: Zunächst süss, dann intensiver, mit einem Hauch von Rauch. Insgesamt sehr wärmend. Am Ende der Geschmacksentwicklung stehen Aromen von Rauch und Toffee.
Abgang: Mittellang. Die für den Talisker typische Chili-Schärfe im Abgang bleibt im Nachgeschmack subtil erhalten.